Jupiter/Zeus

 


Shulpae ist ein Name des Jupiter, aber wann präzise Jupiter so genannt wird, das scheint mir noch ungeklärt zu sein, denn "Jupiter in the early morning" kann man nicht als eine präzise Angabe bezeichnen. Kugler (Erg.200, 199) übersetzt "Herr des strahlenden Aufgangs", Gössmann 183 gibt an, "ein Name des Jupiter, und zwar während seines heliakischen Aufganges im Osten", so als ob ein heliakischer Aufgang wo anders stattfinden könnte als im Osten, und als ob "Osten" eine zufriedenstellende Ortsbezeichnung sei. Wichtiger ist der Umstand, daß Shulpae auch ein Name des Prokyon ist, alpha Canis minoris (Gössmann ibidem), und Prokyon ist das Hypsoma des Jupiter in der babylonischen Astrologie. Es könnte hier also auch der Prokyon gemeint sein.

2. rangen Kronos und Zeus in Olympia "im Goldenen Zeitalter": so viel konnte der Pausanias eruieren; präziser allerdings hätte er formulieren sollen, daß mit diesem Ringen von Saturn und Jupiter, in dem Saturn den Kürzeren zog, das Goldene Zeitalter sein Ende fand.

Ahura Mazda, der Jupiter

Für solche, die den Maui nicht kennen: wir wissen nicht sicher, um wen es sich handelt: die größte Ähnlichkeit zeigt er mit dem germanischen Thor, dem indischen Indra und mit dem Herakles, es dürfte sich also wahrscheinlich um einen Avatar des Jupiter handeln.

Mit der kretischen Geburt des Zeus beginnt ein neues Zeitalter, Rhea ändert ihren Namen in Demeter, und der Omphalos zieht um, und mit ihm einer der wichtigsten 'Bestandteile' eines Omphalos, die Biene die delphische Pythia heißt ja auch Melissa Delphidos, die Delphische Biene , und das metallene Gelärme der Kureten sollte die schwärmenden Bienen dazu anregen, sich in der Höhle von Baby Zeus niederzulassen, den sie dann auch brav ernährten, zusammen mit der Ziege Amaltheia, d.i. die Capella in Auriga. Daß man schwärmende Bienen mit Geklapper von Töpfen und Pfannen an einen gewünschten Ort lockt, schildert Vergil in den Georgica. Aber, wie gesagt, es handelt sich da um ein sehr umfangreiches Kapitel.

So sehen wir denn die pyrrhichê und den Saliertanz auf die Kureten und mithin auf Kreta zurückgeführt, woher ja auch der Kranichtanz/Geranos stammt, den der Theseus nach Delos verpflanzte, wobei Sie Kreta tunlichst weniger als geographischen topos denn als Zeitangabe verstehen wollen: Kreta bedeutet Saturnia regna, die Zeit vor der Regierungsübernahme durch Zeus/Jupiter.

Es ist nicht möglich, jetzt die ganze Lex von dem Donnerhammer Mjölnir, der typischen Jupterwaffe, erneut abzuleiten: es handelt sich um die Doppelaxt, labrys oder pelekys, die mit Gewitter und leibhaftigem Donner wenig zu tun hat, sie ist das Zeichen des Jahresanfangs, genauer gesagt, des Frühjahrs-aequinoktiums, und dortselbst ist das Jupitergespann anscheinend nicht genau zum rechten Termin angelangt; er lässt Wagen und Böcke ja auch dort stehen. Daß das Ziegengespann in Auriga zu suchen sei, scheint mir sicher, aber es bedürfte mehrerer Stunden, um Ihnen das zu beweisen.

Warum Jupiter gerade im Cancer sein muß, wird nicht erklärt; entweder ist die Sommersonnen-wende gemeint, oder es handelt sich um das mesopotamische mulAL.LUL, das zwar auch für den sehr lichtschwachen Krebs steht - lumina Cancro desunt, Man. 2.259 - eigentlich aber Prokyon meint, das Hypsoma Jupiters.

Der Weg des Anu nimmt die Zone zwischen 15° nördlich und 15° südlich des Himmels-äquators ein; im Norden schließt sich der Weg des Enlil an, im Süden der des Ea, des sogenannten Meergottes, sumerisch Enki. Enlil scheint der Jupiter zu sein, Enki/Ea der Saturn; Anu ist in der Seleukidenzeit stets der Mars; ob das immer so gewesen ist, das weiß man nicht genau, vieles spricht dafür.

Der Einzäunung des Tapir-Obersten benachbart findet sich in Scorpius- und Ophiuchus-Sternen das Feld des mächtigsten unter den Tierherren, des Aguara-tunpa oder Fuchsgottes; auch ihn sieht man nicht, dafür aber seine Hacke, bestehend aus kappa lambda ypsilon Scorpii, dem Skorpionsstachel, die der listige Fuchs-Herr dem Herrn der Gürteltiere, dem Tatu-tunpa, abgewonnen hatte... (s. Enlil/Jupiter, Babylon)

Ki (lamda, delta-Sagitt. etc.) ist im Osten, der Domäne des Holz-Planeten, das ist der Jupiter.

Yi (Jupiter II) also traf den Fei-lien, Comte du Vent (Jupiter I), mit einem Pfeil ins Knie (379), dem Comte du Fleuve (Mars??) schoß er ein Auge weg??…, (s. Codex Borgia!!, Borgia p53 u li gespeerte Chalchiuhtlicue, die Flußgöttin und p54 ob re Schlangen-zerstückelung, Monddrachen)

Der Planet Jupiter hieß Marduk als Herrscher seines Zeitalters und als spezieller Besitzer von Esagila, d.i. das Pegasus-Viereck, das 1-Iku.

Im Era-Epos aber, als Era - das ist der nämliche wie Nergal: der Mars - eine neue Flut inszenieren will, besinnt sich Marduk auf die Zeit, als er die frühere Flut veranlasste. Der langen Rede kurzer Sinn: zur Zeit, in der die sogenannten Abenteuer des Gilgamesh stattfanden, hieß der Planet Jupiter Enlil???,

Den babylonischen Usancen gemäß, nämlich den Planeten und ihren fixen Stellvertretern die gleichen Namen beizulegen, heißt Prokyon/NANGAR/AL.LUL auch schlicht ŠAG.ME. GAR, einer der häufigsten Namen von Jupiter, und so finden Sie denn auch auf der Tafel VAT 7847 (Weidner: Gestirndarstellungen Taf.5-6, Text p.9f.) dort, wo Prokyon sein sollte, einen achtstrahligen Stern abgebildet, mit der Beischrift d[s]ag-me-gar.

Der chinesische Befund würde darauf deuten: dort unterstehen alle Bäume, alle Holzarbeiten und alles was grün ist, kurz, das sog. 'Element' Holz, dem Jupiter, so wie alles, was zum Element Erde gehört und als gelb gilt, dem Saturn untersteht, Huang-ti, dem Gelben Kaiser.

Indra ist der Jupiter.

Auf Tonga hingegen ist es Muni, d.i. Maui (Jupiter), der mit einer Hand den Kawa-Baum des Riesen Punga entwurzelte.

Bei dem himmlischen Bogenschützen Shen I möchte ich annehmen, es handle sich um den Jupiter, und zwar weil Yao "appointed his Chief Mechanician of all Works in Wood" (Werner 180)

Sie kennen die munteren Knaben genau, die Tindariden . Der sogenannte Donnergott hat überall Zwillingsbuben; genauer gesagt, einer der Zwillinge ist vom Donnergott, der andere stammt von einem sterblichen Vater, ob Zebedaus oder Tyndareos; wenn während der vielberedeten Götterdämmerung, d.i. Ragnarökr, Asgard zerstört wird, und eine neue Erde auftaucht, finden sich dorten Magni und Modi (s.I.) ein, nebst Mjölnir, die hoffnungsvollen Sprösslinge des im Kampf mit der Mitgardschlange gefallenen Tor. Die Dänen wussten das: Zebedei-Steine. (Die Finnen haben mit nonchalanter Sicherheit die Nephilim (s.I.) aus der Genesis 6 mit Kalevanpoika, Söhne des Kaleva übersetzt.) Die südamerikanischen Indianer waren auch "ganz im Bilde"; vor den Augen der verblüfften Missionare schalteten sie spornstreichs von ihren einheimischen Donnerzwillingen um auf St. Jakob und St. Johann, und tauften Städte entsprechend Santiago. Müssen wir eigentlich wirklich alsfort von 'Donner' reden? Bloß weil die schriftgelehrten Zünfte nichts von Planeten verstehen? Zeus und Jupiter, und Marduk, und Baal, und Indra und Thor, und Maui sind der Planet Jupiter, und sie sind niemals etwas anderes gewesen. Platon sagt so, und Aristoteles, und Chairemon (s.I.), und Sanchuniathon (s.I.) und wieviele mehr.....tote Fliegen. Götter sind Planeten, und Fixsterne, Dekane und, horribile dictu, Koluren - und ihrer alle bleiben nicht an einem Standort stehen, sondern ziehen ihrer Bahnen nicht nur, vielmehr unterliegen sie insgesamt jener hässlichen Einrichtung der Präzession der Equinoktien, die, laut Schriftgelehrten, männiglich vor Hipparch verborgen geblieben ist - weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

 

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