Zum Polarstern

 

 


Im Allgemeinen findet sich der Quellenverschluß im Süden, die Mongolen aber halten es mit dem Norden und sagen der Polarstern sei eine Säule, von deren Feststehen die richtige Kreisung der Welt abhänge, oder ein Stein, der eine Öffnung verschließt; wenn man den Stein herausnimmt, sagen sie, ergießt sich Wasser aus der Öffnung und überflutet die Erde

"Mitten zwischen der Decke und dem Vorhang, wo nur den Priestern erlaubt war, einzutreten, lag das Rauchfaß, das Sinnbild der in der Mitte dieses Kosmos liegenden Erde, von welcher die Räucherungen stammen. Deshalb soll er, wie man sagt, der Mittelpunkt des Himmels und der Erde sein.

Die Ordos-Mongolen (Potanin bei Lüdtke, ARW, 25,927,115) sagen, der Polarstern sei eine Säule, von deren Feststehen die richtige Kreisung der Welt abhänge, oder ein Stein, der eine Öffnung verschließe; wenn man den Stein herausnimmt, sagen sie, ergießt sich Wasser aus der Öffnung und überflutet die Erde. Wozu dann ja passt, was Turkstämme Süd Sibiriens zu sagen wissen über den "durch einen kupfernen Pfeiler bezeichneten 'Nabel' der Erde', den unter allen 'Helden und Starken' nur der 'neunjährige Held Kara Par' zu heben und herauszuziehen vermag. Immerhin wissen wir von den alten Teutonen, Finnen und Lappen, dass sie Polaris als Nordnagel oder Weltnagel bezeichneten. (Kommentar: wenn der gültige Polarstern verschwindet, ändert sich auch präzessionsbedingt das Weltalter! Das kommt einer Sintflut gleich.)

 

 

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